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Spot on - Prinz Maximilian Michael von Anhalt: Ein Unternehmer, der nichts dem Zufall überlässt



„Ich möchte einmal ein Buch schreiben. Ein Buch, das jungen Menschen Mut machen soll, an das,was sie mit Spaß und Enthusiasmus tun, zu glauben.Ein Buch in Form eines modernen Märchens,das davon erzählt, wie aus einem einfachen Mann vonder Straße, ein Prinz wurde.“ Prinz Maximilian Michael von Anhalt hat sich mit uns in seiner „Burg“, wie er sein Fitness-Studio in Groß Zimmern liebevoll nennt, getroffen. Hier hatte unter seinem Geburtsnamen Michael Killer all das begonnen, was heuteist und weiter wächst: Ein kleines Imperium.Keine Uniform, kein Schmuck,Prinz Maximilian Michael von Anhalt trägt Jeans und ein trotz der Stickerei schlichtes Hemd. Für Menschen, die ihn kennen oder für ihn arbeiten, ist er nach wie vor einfach „Michael“. „Ich bin mit Lohnpfändungenund dem Gerichtsvollzieher im Nacken aufgewachsen“,schildert er einen Teil seiner Kindheit.Sein Vater, ein Heizungsbauer aus dem Schwabenland musste Konkurs anmelden, seine Buchhaltunghatte Gelder veruntreut. „Im Schwäbischen bedeutete eine Pleite, aus welchem Grundauch immer, das berufliche Aus“, beschreibt er die damalige Situation. Nach einer kurzen Stationin Heidenheim, bei der die Familie so wenig Geld hatte, dass seine Mutter abends nicht wusste,was sie am anderen Tag kochen sollte, fand sie in Ober-Ramstadt einen neuen Arbeitgeberund damit eine neue Heimat. „Mein Vater machte sich dann allerdings bald wieder mit einer neuen Heizungs- und Sanitärfirma selbständig, was dazu führte, dass ich bereits als Elfjähriger aufden Baustellen mitgeholfen habe, um die Familie zu ernähren.“ Der sympathische Self-Made-Manerzählt das ohne Bitterkeit. „Ich habe die Schule ganz gerne geschwänzt. Die Arbeit mit meinem Vater hat mir viel mehr Spaß gemacht!“ Geschadet hat es dem Prinzen in keinster Weise: „Eine gesunde Existenzangst sollte man sich immer erhalten“, lautet seine Bilanz.Freiheit und Selbstbestimmung sindder grösste Luxus. „Ich habe schon immer nur das getan, was mir Spaß macht. “ In dieser Lebenseinstellung begründet lag es wohl auch, dass Michael Killer weder seine Ausbildung als Steuerfachgehilfe abschloss noch sich in anderen Unternehmen unterordnen wollte. Auf Baustellen verdiente er sich als 16-Jähriger 100 DM am Tag. „Beim Verlegen von Estrich verarbeitete ich 30 Kubikmeter Sand täglich“, erzählt er uns stolz. Weit gefehlt zu denken, damit sei die berufliche Entdeckungstour beendet gewesen. Prinz Maximilian Michael von Anhalt lacht und die strahlend weißen Zähne lassen es schon vermuten. Nicht nur, dass er eine der besten praktischen Prüfungen als Zahntechniker ablegte, einige Jahre später avancierte er zum Fotomodell für Zahnarztpraxen. Als Autoverkäufer war Prinz Michael nicht weniger erfolgreich: „Mir gelang es damals alle zwei Wochen einen Wagen an den Mann oder die Frau zu bringen, was mir jedes Mal rund 400 DM einbrachte.

Damit konnteich mich dann die nächsten 14 Tage über Wasser halten.“Und wieder lacht das smarte Allround-Talent. Seine Lebensphilosophie: „Man soll sich selbst niemals zu wichtig nehmen!“ Vom Zahntechniker zum King of Fitness.Die hochwertige, modernste Ausstattung der heutigen Fitness-Studios des Prinzen erweckt bei Außenstehenden den Anschein,die Studios seien seit jeher sein Leben gewesen. Doch weit gefehlt: Die Vision für eine solche eigene Unternehmung hatte er erst, als er einen seiner Bekannten, seines Zeichens Inhaber eines Studios, beobachtete, der abwechselnd mit einem Porsche und dann wieder mit einem Ferrari an ihm vorüberfuhr. „Da sagte ich mir: Michael das kannst Du auch. Ein Job, bei dem man es mit Menschen und natürlich vor allem auch mit dem weiblichen Geschlecht zu tun hatte, bei dem man Sport machen konnte, das musste einfach Spaß machen. Eigentlich wollte ich nach Amerika auswandern“, gesteht er. Stattdessen suchte er sich jedoch einen Finanzier und fand ihn in dem Eigentümer eines Weiterstädter Autoteile-Fachmarktes. „Ich bin dem Mann noch heute dankbar“, betont Prinz Maximilian Michael von Anhalt. „Obwohl ich diese Leihgabe teuer zurückgezahlt habe.Mein Geldgeber war gleichzeitig Besitzer des von mir favorisierten Grundstücks und war drauf und dran, es an einen anderen Interessenten zu veräußern, wenn ich nicht auf seine beträchtliche Forderung eingegangen wäre.“ Auf dem ihm angebotenen Grundstück in Groß-Zimmern stand damals ein Fitness-Club durchschnittlicher Größe, nicht mehr und nicht weniger. Trotz der mahnenden Worte seiner Mutter, die noch immer den Konkurs seines Vaters im Kopf hatte, nahm er die Herausforderung an: „Wer bei Null anfängt, hat nichts zu verlieren“, lacht er. Bei den Verhandlungen mit seiner Hausbank über denKreditrahmen, habe er gepokert und gewonnen. Fortan arbeitete der frischgebackene Inhaber über fünfzehn Jahre lang Tag für Tag von morgens bis abends. Sogar beim Bau und dem Ausbau der Immobilie legte er selbst Hand an: „Ich war der Erste der aufschloss und der Letzte, der abschloss, nur Weihnachten und Silvester nahm ich mir ein paar Stunden für mich in Anspruch“, betont Prinz Maximilian Michael von Anhalt.Stillstand ist Rückschritt …so sieht der Prinz den Sachverhalt heute. „Eigentlich war ich mit Killer Sports in Groß-Zimmern zufrieden“, beschreibt der dynamische Unternehmer sein damaliges Empfinden. Sein eigenes Reich hatte er also bereits geschaffen. Die Wende kam mit seinem Freund und heutigen Partner Christian Phillippovitsch. Gemeinsam mit ihm wuchs der Expansionsgedanke: Sieben Fitness- Studios, die er mit Ausnahme seines Stammhauses in Groß-Zimmern und eines weiteren Clubs in Ober-Ramstadt gemeinsam mit seinem Partner betreibt. Erfolgreich, das muss man ihm lassen. Immerhin hat die Fitness-Studio Gruppe heute eine Fan-Gemeinde von 18 000 Mitgliedern und das Gesamtunternehmen einen Stab von 340 Mitarbeitern. „Wir bilden gerne junge Leute aus und bieten ihnen auch eine breite Ausbildungspalette von Sportfachleuten, Fitness-, Event-, Einzelhandels-, Reisebüro-, Versicherungs- über Bürokaufleuten, bis hin zu Mediengestaltern und Trockenbauern.“ Zirka 35 junge Menschen sind es zur Zeit. Nicht umsonst war Bundesjustizministerin Brigitte Zypries unter den Laudatoren zumm Jubiläum von Killer Sports. Kurz vor der Eröffnung stehen die Fitness-Studios in Groß-Bieberau als auch die Realisierung eines weiteren Projektes in Ober-Roden. Absolutes Highlight bilden jedoch die drei unterschiedlichen Studio-Konzepte im Darmstädter Cube-Gebäude. „Die Idee des Open-Air-Fitness-Studios „Body Culture Open Air“ auf dem Dach kommt eigentlich von meinem Partner Christian. Unser Vorbild dafür ist der Fitness-Club am Muscle Beach in Kalifornien. Dazu richten wir eine entsprechende Lounge mit Bar und Bistrobereich ein, kurz eine Location, in der wir auch Musik- Events veranstalten können.“In die Etage darunter wird das bereits bekannte, preiswertere Crunsh-Fitness-Studio etabliert. Und im Erdgeschoss der Immobilie rückt Prinz Michael mit seinem neuen Discount-Club dem Konkurrenten Mcfit zu Leibe. „Mit einem Beitrag von 2,99 Euro wöchentlich liegen wir deutlich unter dieser Fitness-Kette, und keine Angst“, ergänzt er seine Aussage nachdrücklich, „hinter jedem unserer Projekte steckt ein ausgeklügeltes Konzept!“ So verfügt jedes der im Cube präsenten Studios über einen autarken Eingang. Prinz Maximilian Michael von Anhalt sieht diese als zielführende unternehmerische Maßnahmen, die sich aus der aktuellen Marktsituation ergeben. Nur gut, dass zum Team des Prinzen auch fünf Trockenbauspezialisten gehören, die bei jeder Geschäftseröffnung tatkräftig mithelfen. Was immer er und sein Team anpacken: „Es muss perfekt sein“, betont er und begründet diesen Hang mit seinem Sternzeichen: „Ich bin nun einmal Stier, Aszendent Skorpion.“

Ein Lebenskünstler hat seine eigene kleine Welt … und die schafft er sich selbst, erklärt uns der Prinz, der vor Kreativität nur so sprüht: Zu den Fitness-Studios kamen im Laufe der Zeit ein eigenes Reisebüro, ein Versicherungsunternehmen, ein Innenausstattungsunternehmen, über das man auch Designer-Möbel beziehen kann, ein Limousinenservice… „All diese Geschäftsideen lassen sich unter dem Thema „Lifestyle“ zusammenfassen“, erklärt er und schmunzelt: „Zudem achte auch ich bei meinen Reisen schon immerauf ein gesundes Preis-Leistungs-Verhältnis, das lasse ich auch meinen Kunden zukommen. Oder „don’t drink and drive“, wenn meine Gäste auf den von mir veranstalteten Partys etwas getrunken haben, bot ich diesen die Rückfahrt mit Stretchlimousine und Chauffeur an. Daraus entstand dann unser Limousinen-Service.“ Nun ja, über den Hang zu extravaganten Designermöbeln muss man nicht reden, wenn man die Ausstattung seines Studios in Groß-Zimmern oder die Einrichtung seiner Villa in Darmstadt vor Augen hat. „Meine Villa dient eigentlich nur dem Prinzen-Image“, vertraut er uns an. „Ich lebe ausschließlich in meiner Penthouse- Wohnung im Industriegebiet über meinem Bürogebäude gegenüber von meinem Fitness-Club in Groß-Zimmern.Hier ist mein Zuhause, seitdem ich nicht mehr auf knappen 20 Quadratmetern über dem Studio wohne.“ Dass er im Alltag ganz gerne den Smart statt des Ferraris aus der Garage holt, will ihm auch niemand so recht glauben. Er ist eben bodenständig geblieben, der Prinz, der von ganz unten kam. Titel gut angelegt Seit seiner Adoption versteht es Prinz Michael seine Präsenz in allen Medien auszubauen. In Home-Stories und Interviews, in TV-Sendungen wie explosiv, taff, Brisant oder Nachtcafé ist er gern gesehener und unterhaltsamer Gast, selbst wenn er mit seinem ehrlich erworbenen Prinzentitel Moderatoren gelegentlich als Zielscheibe dient: „Damit muss man leben“, lacht er. „Wäre ich bei meinem Geburtsnamen geblieben, hätte man mich bestimmt nicht eingeladen!“ Frederik von Anhalt und Zsa Zsa Gabor kennt er seit vielen Jahren durch seine häufigen Aufenthalte in Kalifornien und ist vor allem Zsa Zsa in tiefer Freundschaft verbunden. „Die Adoption hat mich übrigens unter 20 000 Euro gekostet“, lacht er. „Dabei handelte es sich ausschließlich um Notar-, Gerichts- und Anwaltskosten. Aber das will ja auch niemand wahrhaben.“ Während das Verhältnis zu seiner Mutter über all die Jahre von Herzlichkeit und gegenseitiger Fürsorge geprägt ist, hat sich das zum Adoptivvater extrem abgekühlt. Aber nicht soweit, dass er Frederik von Anhalt nicht einen 400 Euro-Job angeboten hätte, als dieser meinte, er müsse in Deutschland von Hartz IV leben. „Ich bin kein Workaholic“, betont er. „Ich genieße es, ab und zu auszuschlafen oder auch etwas für andere tun zu können.“ Das Gesicht des Prinzen wird ernst. „Ich habe schon immer Kinder arbeitsloser Eltern umsonst bei mir trainieren lassen.“ Finanziell gut aufgestellt, initiierte er später seine Sportintegrations-Stiftung, zur Förderung der Sportintegration lernbehinderter- oder behinderter Kinder, ausländischer Kinder und Kinder sozialschwacher Familien. Der Titel „Prinz vonAnhalt“ vereinfacht es, bei so mancher der von ihm veranstalteten Charity-Veranstaltungen prominente Mitstreiter wie Detlef d Soost, Pharo, Antonia Langsdorf, Jacob Sisters, Jürgen Drews oder auch Dragoslav Stepanovic zu gewinnen. „Ich möchte einen Teil des Glücks, das mir zuteil wurde, an diese Kinder weitergeben. Ich finde, jeder kann dazu beitragen, dass es schlechter gestellten Menschen ein wenig besser geht. Und sei’s auch nur, indem man der alten Dame aus der Nachbarschaft am Wochenende bei ihren Einkäufen behilflich ist.“


Traumprinz Und obwohl für den Prinzen, der einmal Killer hieß, bereits viele Wünsche wahr wurden, hat er noch den einen oder anderen weiteren Traum, der sich noch erfüllen soll:„Bevor ich mein Buch schreibe, muss noch ein wenig mehr passieren.“ Mit Eifer arbeitet er an einer möglichen Schauspielerkarriere. „In Amerika habe ich bereits an Aufnahmen für die Reality-Show „Star Superbodies“ teilgenommen“, strahlt er. „Wenn aus diesem Projekt etwas wird, habe ich mein Ziel eigentlich erreicht.“ Im Deutschen Fernsehen duelliert er sich mit Karin Titze-Ludwig, Reiner Holbe und Benjamin Herd bei „Das perfekte Promi-Dinner“. Ausgestrahlt wird die Sendung auf Vox im November dieses Jahres. Sein Menu darf uns Prinz Michael von Anhalt leider noch nicht verraten, aber: „Ausgerichtet habe ich es im Garten meiner Darmstädter Villa, hier habe ich alles gegeben, um meinem Titel alle Ehre zu machen. In einem königlichen Rahmen wurde bis ins kleinste Detail vom Erlesensten aufgetragen.“ „Können Sie kochen?“, fragen wir den Prinzen. „Ja, aber für dieses Menu habe ich mit einem befreundeten Profi-Koch geübt“, gesteht er uns.

„Ich möchte einmal ein Buch schreiben. Ein Buch, das jungen Menschen Mut machen soll, an das,was sie mit Spaß und Enthusiasmus tun, zu glauben. Ein Buch in Form eines modernen Märchens,das davon erzählt, wie aus einem einfachen Mann von der Straße, ein Prinz wurde.“ Prinz Maximilian Michael von Anhalt.

Man darf also gespannt sein, was Prinz Michael von Anhalt noch alles auskocht. Nur eine Prinzessin ist noch nicht gebacken. Sie sollte jung, hübsch, klug und selbstbewusst, auf keinen Fall eifersüchtig sein. „Ich würde sie auf Händen tragen“, betont er. Heiraten wolle er aber erst einmal noch nicht!

Hätte Prinz Maximilian Michael von Anhalt das alles auch ohne seinen Titel geschafft, einfach nur als Michael Killer? Eigentlich ja, denn erarbeitet hat er sich alles allein, auch den Titel.

Quelle:eccellent magazin Ausgabe vom 01.11.09
















 

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