Home Presse Hochglanz-Magazine Wann ist ein Prinz ein Prinz?

Wann ist ein Prinz ein Prinz?

Sample image
MODERNES LEBEN / PRINZENROLLE

Wann ist ein Prinz ein Prinz?

Für manche kommt er geritten. Für andere heisst er Poldi. andere zahlen geld Für die Prinzenrolle. Pascha (übrigens ein osmanischer titel) hat einen Prinzen getestet, ob er diesen titel auch tragen darf.

MÄNNER / AUTOS / EROTIK

Mit was verbindet man eigentlich Prinzen? Mädchen träumen davon, dass sie eines Tages in einer nicht allzu fernen Zukunft von einem solch’ Edlen hoch zu Ross abgeholt werden. Wird natürlich nichts daraus! Diese Vorstellung erfüllt sich nur im Märchen. Fragt sich, warum erwachsene Frauen dann immer noch auf den Prinz hoffen und dauernd Frösche küssen. Ist doch so, jede wartet auf einen, dass er sie irgendwann holt. Dann aber bitte nicht mit einem Hengst. Mindestens ein Porsche soll’s schon sein. Sei’s drum.

Fragt man dagegen Männer, was ihnen zum Thema ›Prinz‹ einfällt, antworten die meisten: Poldi. Der spielt beim 1. FC Köln und schießt dort nachhaltig keine Tore. Oder sie sagen etwas von großen Ohren, die es niemals auf den britischen Thron schaffen werden. Ganz wenigen fällt Prinz Pippi ein, der auf der Expo ganz unprinzlich an ein türkisches Pavillon strullerte und als Ernst August von Hannover einstmals mit einem Regenschirm auf einen völlig verunsicherten Kameramann eindrosch. Und manche erinnern sich sogar noch an den Foffi. Das ist jener echte Prinz, der eine Chirurgen-Witwe mit beachtlichem Dekolleté ehelichen wollte, von der aber nur über den Tisch gezogen wurde. Also, sei’s ebenso drum.

Wirklich Ahnung von der Prinzen-Materie kann also nur einer haben, der auch einer ist. Maximilian Michael von Anhalt, Herzog zu Sachsen und Westfalen, Graf zu Askanien ist so einer – allein schon wegen der Länge der Bezeichnung. Dass er diesen Titel wegen einer Adoption und der Zahlung von »nicht einmal 20.000 Euro für Notar-, Gerichts-und Anwaltskosten« erhalten hat, ist hier und jetzt nicht großartig von Bedeutung.

Und so spricht Maximilian Michael von Anhalt (vollständiger Name abgekürzt, weil sonst zu lang): »Wenn du irgendwo als Prinz hinkommst, macht das etwas her«. Das bedeutet nichts anderes, als dass das »Blaublut« mit dem Titel so gut wie überall hineinkommt und sei der Türspalt noch so eng. »Ich bekomme Einladungen im Überfluss«, erzählt Michael von Anhalt. Hinein mit Kusshand also zu Model-, zu VIP-, zu After-Boxkampf-Partys, zu einfach jeder Party – dahin, wo doch jeder hin will, aber nur ganz wenige rein kommen. Und jeder darf sich jetzt selbst fragen, warum er verdammt noch mal nicht selbst auf diese Prinzenrolle gekommen ist?

»Ich habe viel erlebt, was ich ohne Prinz nicht erlebt hätte«, erzählt der Michael. Und da wird er ganz bescheiden. Derjenige, den die meisten nur als den Partyprinzen kennen, hat auch ein bürgerliches Leben. Und dort regiert nicht etwa Prinzen-Protz. Er heißt Michael Killer. Der Michael fährt ganz normal Smart. Auch residiert er in keiner riesigen Villa. »Ich lebe ausschließlich in meinem Penthouse im Industriegebiet in Groß-Zimmern.Hier ist mein Zuhause, seitdem ich nicht mehr auf knappen 20 Quadratmetern über meinem Studio wohne«, erzählt er. Eine eigene Yacht reize ihn nicht. Luxus hat für ihn eine andere Bedeutung: Zeit Genauer: DasAusschlafen,ohnedenWecker im Nacken tickenzu hören.Wochentags ab 11 Uhr mit dem Frühstück beginnt für ihn die Arbeit. Erst am Wochenende wird er zum Prinzen.

»Dann lebe ich das Prinzen-Dasein voll aus«, sagt er. Mit allem, was eben dazu gehört. Uniform, ein größeres Auto als den Smart und vor allem: Frauen! »Die Institution Frau ist das schönste, das es gibt für mich«, schwärmt er. Nicht als der Michael, sondern als der Prinz lernt er sie kennen. Und zwar die tollsten Frauen der Welt. Erst im Januar war er zu den »NRJ Music Awards« in Cannes eingeladen und hat dort mit Rihanna und Fergie, der Sirene von den Black Eyed Peas, gefeiert. Und mit Beyoncé! Als Prinz ist er auch im Fernsehen gerne gesehen, in Sendungen wie dem »Perfekten Promi-Diner« oder »Der Promi-Trödeltruppe«. Immerhin, andere hausen in einem Container.

Was ihm die Prinzen-PR aber tatsächlich bringt, erklärt Michael wie folgt: »Für mich ist der Titel eine Marketingstrategie im Interesse unseres Hauses!« Er meint damit nicht etwa das Haus zu Anhalt. Ihm geht es um sein eigenes – ein mittlerweile ziemlich großes. Er besitzt im Rhein-Main-Gebiet ein florierendes, kleines Unternehmens-Imperium.Angefangen hat allesvor mehr als15Jahren mit einem auf Pump aufgebauten Fitness-Studio. Killer, der als Kind nach der Pleite seines Vaters erfahren hat,wasArmut ist,riskierte und gewann.Aus dem kleinen Studio in Groß-Zimmern ist heute eine dreistöckige Fitness-Burg geworden, die mit Zinnen, einer goldenen Kuppel und allerlei Ausstattung auch wie eine solche aussieht. Er betreibt acht weitere Studios, bietet Reisen, organisiert Partys, bei der auch sein Limousinen-Service zum Einsatz kommt, hat ein Versicherungsmaklerbüro …

Für einen Prinzen, den manche wegen seiner durchaus schrägen Auftritte belächeln mögen, ist das eine reife Leistung. Erst recht, da der Michael sein Adels Dasein auch nutzt, Gutes zu tun. Mit seiner »Anhaltinischen Sport-Integrationsstiftung « unterstützt er sozial benachteiligte, lernschwache und motorisch auffällige Kinder und Jugendliche. Als Prinz lernt er potenzielle Geldgeber für seine Stiftung kennen. Als Michael weniger. Der aber lässt Kinder arbeitsloser Eltern kostenlos in seinenStudios trainieren.Vergleichbares kann manvon einem echten Prince, einem William oder einem Harry nicht berichten.

Deshalb: Maximilian Michael von Anhalt, Herzog zu Sachsen und Westfalen, Grafzu Askanien darf gern ein Prinz sein.

wochentags fährt er Smart, aber es geht natürlich auch Glamouröser

MaxiMilian Michael Prinz von Anhalt in begleitung von PoP Prinzessin Sarah Connor Quelle:Magazin Pascha Ausgabe April/Mai 2010














 

Neueste Bilder