Home About Me Historie
Geschichte des Fürstenhauses Anhalt
 



Der Name Anhalt leitet sich von "Burg" (an der Halde) ab. Das alte niedersächsische Fürstengeschlecht der Askanier herrschte seit der Anfangszeit des Reiches im mitteldeutschen Raum. Das Land Anhalt entstand im 11./12. Jahrhundert als Besitz des Adelshauses der Askanier und war Teil des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Der Name geht auf die askanische Stammburg Anhalt bei Harzgerode zurück. Das Land wurde im Laufe der Zeit mehrfach durch Erbteilung zersplittert (unter anderem in Anhalt-Dessau, Anhalt-Aschersleben, Anhalt-Bernburg, Anhalt-Köthen, Anhalt-Zerbst und diverse weitere).Es brachte u.a. Sophie Auguste Friederike von Anhalt-Zerbst (1729 - 1796), die spätere Katharina II. (Katharina die Große), ab 1762 Kaiserin von Russland hervor. Anhalt war lange in verschiedene Nebenlinien zersplittert. Das erste vereinigteFürstentum Anhalt entstand 1570.1806 wurden von Napoleon die verbliebenen Fürstentümer Anhalt-Bernburg, Anhalt-Dessau und Anhalt-Köthen zu Herzogtümern erhoben. Seit 1815 gehörten sie dem Deutschen Bund an. 1863 kam es mit dem Erlöschen der Linien in Köthen und in Bernburg zum Zusammenschluss der Herzogtümer zu einem vereinigten Herzogtum Anhalt mit Dessau als Hauptstadt Das Fürstenhaus Anhalt Uralt und uradelig nennt einer der ältesten heimischen Geschichtsschreiber das Geschlecht der Askanier, das seinen Ursprung in Schwaben genommen und in den Kämpfen der Germanen mit den Slawen hierzulande in eine Herrschaft gegründet hat. Das Herrscherhaus der Askanier verfügt über eine über 900 Jahre hin sich erstreckende beglaubigte Geschichte und Genealogie; es steht darin den ältesten deutschen Fürstengeschlechtern ebenbürtig zur Seite. Der erste, dem Namen nach bekannte Ahnherr des Hauses ist Esiko, Graf von Ballenstedt; seine Nachkommen: Otto der Reiche geb. 1123, Bernhard Herzog von Sachsen, geb. 1212 und Albrecht der Bär geb. 1179, von diesem auch der Bär im Berliner Stadtwappen abstammen soll, haben den Ruhm des Geschlechtes und dessen Besitzung gemehrt. Aus dem Erbe Bernhards von Sachsen ging das besondere Fürstentum hervor, von Heinrich I. 1212 begründet, welches schließIich von all dem großen Herrschaftsbesitz der Askanier allein dem Geschlechte erhalten blieb. Der Name Anhalt Es gibt mehrere Deutungen, wie der Name entstanden sein könnte. Eine davon, in welcher der Name Anhalt als ursprünglich dem in der Nähe der Burg gelegenen ehemaligen Dorfe Anhalt zugehörig bezeichnet und in Bezug auf gelegentlich der Ausgrabungen konstatierte Schlackenhalden als "der an der Halde gelegene Ort" gedeutet wird. Es wird weiter angenommen, daß der Dorfname auch auf die später erbaute Burg übergegangen sei. Die muß nicht zwangsläufig richtig sein. Es gibt geschichtliche überlieferungen: "Dieses alte Schloß liegt nach aller Erzählung auf einem hohen steilen Berge , zu welchem man nur von einer Seite gelangen kann. Zu verschiedenen Dialekten der alten teutschen Sprache heißt Halde eine steile Anhöhe, ein steiler Berg, und ich vermute daher, daß dieses Schloß von seiner Lage am, an Halde den Namen Anhalde oder jetzt Anhalt bekommen habe." Auch daß Albrecht der Bär wahrscheinlich den Bau erst beendigt und ihr (der Burg) den Namen "Anhalt" gegeben haben soll. Eine weitere Deutung: Dieser Berg heißt so, weil er anahald, anhalt, das ist schräg aufsteigend (lat. acclivis) von seiner Beschaffenheit, wie andere Berge von anderen Eigenschaften: Schwarzenberg, Montenegro etc. Das Eigenschaftswort anahald ist eine Zusammensetzung des Vorwortes ana mit dem Stamme des Zeitwortes haldèn, lat. vergere, sich neigen, den auch die nhd. Wörter hold (geneigt), Held, huldigen, Halde bezeichnen Wir müssen da wieder an das althochdeutsche Eigenschaftswort anahald denken. Dasselbe bedeutet meines Erachtens im eigentlichen Sinne "an-geneigt" oder "an-sich neigend". Kindscher sagt in übertragender Bedeutung "schräg aufsteigend", aber wohl nur, weil er in Unkenntnis der hier zu berücksichtigenden orographischen Verhältnisse das ana= "an, auf, hinauf" deuten zu müssen glaubt, Schulze dagegen erklärt "vorwärts an etwas geneigt" und in Bezug auf den Berg "sich mit der Spitze nach vornhin an einen anderen Berg neigend". Sofern in letzterer Erklärung die Worte "vorwärts" und "mit der Spitze nach vornhin" wegfallen dürften, würde dieselbe ganz gut auf unseren Doppelberg passen und es und es scheint mir allerdings, daß die Worte zu streichen sind. Wenn man zum Beispiel sagt: ein Berg neigt sich nach Norden oder ist nach Norden geneigt, so ist nicht damit gemeint, daß er mit der Spitze nach Norden überkippt, sondern, daß er sich nach Norden abflacht, nach dort keinen steilen Abhang besitzt. Wollte man diesen Sinn für den Wortstamm "hald" nicht gelten lassen, so könnte auch der Ausdruck halda, halde nicht Bergabhang, Böschung bedeuten. Ich habe nun schon vorhin bemerkt, daß beide Kegel des Hausbergs im Süden zusammenhängen; die Spitzen der Kegel haben eine Höhe von cirka 1340 preußischen Fuß, von dort herab setzt sich der Doppelberg bis zum gemeinsamen Rücken um circa 200 preußische Fuß, man wird daher wohl mit Recht sagen können: beide Kegel sind anhald das heißt an (einander) geneigt oder in anderen Worten: mit beidseitiger Neigung (Halde ) zusammenhängend. Zur Siegel- und Wappengeschichte der anhaltischen Städte Großes Staatswappen Das große Staatswappen des Herzogtums Anhalt führt einen zweimal gespaltenen und dreimal geteilten Hauptschild, der mit einem Herzschild belegt ist. Letzterer enthält das Wappen Anhalts.



Die zwölf Felder des Hauptschildes zeigen folgende Wappen: 1. Herzogtum Sachsen 2. Pfalz Sachsen 3. Herzogtum Engern 4. Beringersches Geschlecht 5. aufgelegter Herzschild mit dem Wappen von Anhalt 6. Herrschaft Ballenstedt 7. Grafschaft Askanien 8. Grafschaft Waldersee 9. Hohe Grafschaft Warmsdorf 10. Grafschaft Mühlingen 11. Regalien 12. Herrschaft Bernburg Die auf dem Schild ruhenden sieben Spangenhelme sind folgendermaßen zuzuordnen: 1. Grafschaft Mühlingen 2. Herzogtum Engern 3. Beringersches Geschlecht 4. Anhalt 5. Herzogtum Sachsen 6. Pfalz Sachsen 7. Grafschaft Askanien Um den Schild hängt die Kette des Hausordens Albrechts des Bären, der am 18. November 1836 von den drei Herzögen Heinrich von Anhalt-Köthen, Leopold Friedrich von Anhalt-Dessau und Alexander Karl von Anhalt-Bernburg als Gesamthausorden der Herzogtümer Anhalts gestiftet wurde. Als Schildhalter dienen zwei schwarze Bären mit goldenen Kronen. Der sich über dem Ganzen erhebende Purpurbaldachin ist mit einer Herzogskrone gekrönt. Dessau



Deren Wappen in die heraldische Sprache übersetzt lautet: "Geteilt; oben gespalten; vorn in Silber am Spalt ein halber roter Adler, hinten neunmal geteilt von Schwarz und Gold, überdeckt durch einen schrägrechten grünen Rautenkranz (Anhalt); unten von Gold und Rot geviert." Der quadrierte Schild, der die untere Hälfte des Stadtwappens ausmacht, war das Wappen der ehemaligen Grafen Waldersee; die obere Hälfte des Wappens dagegen zeigt das alte Wahrzeichen der Fürsten von Anhalt. "Auf diesen erst um 1540 in den Siegeln erscheinenden Schild setzt man als Bekrönung gern die Burg, deren Bild allein in den alten Siegeln steht:" Als ältestes erscheint 1323 dieses auch noch erhaltene Stadtsiegel folgender Umschrift: " S. CIVIVM IN DISSOWE". Ein 1536 verwandtes Siegel hat sogar die Schloßkirche im Schilde, "die über dem Tore das Stadtwappen zeigt". Ballenstedt



Wappen: "Gespalten, vorn siebenmal von Gold und Schwarz, hinten siebenmal von Schwarz und Gold geteilt." Dieses Wappen ist eine "Abart" des Schildes der Grafen von Ballenstedt und erscheint erstmalig 1560, als man Ballenstedt zur Stadt erhoben hatte. Man nimmt an, daß die "verwechselte Färbung" Alt- und Neustadt ausdrücken soll. Bernburg



Wappen: "In Silber eine zweitürmige rote Burg, im Tor der Schild von Anhalt (wie bei Dessau!); zwischen den Türmen der anhaltische Helm, aus dessen Krone zwei übereck von Schwarz und Gold quadrierte Stäbe aufsteigen, deren sich schräg kreuzende Enden mit Pfauenfedern besetzt sind; Helm: Decken rechts rot und silber, links schwarz und gold." Das altstädtische Siegel, nach 1300 entstanden, hat zwischen den Türmen nur den Helm; das spätere Siegel der Neustadt ist ohne Burg, führt aber dafür das regelrechte Wappen von Anhalt, dem jedoch der Rautenkranz nicht beigefügt ist. Das zweite uns bekannte altstädtische Siegel "setzt unter die Burg klein den Schild", der dann 1536 wieder im Tore steht. Coswig



(Anhalt) Wappen: "In blauen, mit goldenen Sternen bestreutem Felde eine gekrönte, silbern gekleidete Frau, die in der Rechten einen angewendeten goldenen Stechhelm (ohne Kleinod) hält und die Linke auf einen Schild stützt: gespalten, vorn in Schwarz fünf goldene Balken, hinten in Silber ein halber roter Adler am Spalt." Da Coswig sehr früh fürstlicher Witwensitz war, deshalb hat man wohl die Frau ins Siegelfeld hineingenommen. 1325 und 1512 erscheint mit dem gleichen Bilde das "S. CIVITATIS COSWIG". Im 19. Jahrhundert hat man den Anhalter Schild durch "Umstellung der Figuren" berichtigt. Hoym



Bei der Stadtgründung (1928) wurde kein neues Wappen kreiert, sondern dieses Siegel übernommen. Radegast



Wappen: "In Silber links ein Zinnenturm mit einer rechts anschließenden schrägen Mauer mit Tor, deren stiegenartige Quadern ein gekrönter und behalsbandeter schwarzer Bär ersteigt." Anno 1772 wurde Radegast von Fürst Leopold von Anhalt=Dessau zum Marktflecken erhoben und erhielt gleichzeitig diese Abart des Bernburger Wappens. Wörlitz





 

Neueste Bilder